Was könne wir gegen Kinderarbeit tun???

Monday, July 03, 2006

ADIDAS - SALOMON Sportbekleidung
Woher kommen die Produkte bzw. wo wird produziert?
Weltweit; die genaue Liste wird jährlich in dem Sozial- und Umweltbericht veröffentlicht. Dieser ist immer zu finden unter: http://www.adidas-salomon.com/de/sustainability/reports/default.asp
Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?
Laut dem Verhaltenskodex von Adidas dürfen keine Kinder unter 15 Jahren oder schulpflichtige Kinder laut Landesgesetz bei ihnen oder einem Zulieferer beschäftigt sein. (a) Außerdem ist Adidas Mitglied in der "Fair Labor Association", die auch Kinderarbeit verbieten. (b)
Wie wird die Einhaltung der Richtlinien in den Produktionsstätten kontrolliert?
Kontrolle erfolgt duch das interne Team "Social and Environmental Affairs" (SEA), bestehend aus über dreißig Mitarbeitern. Über die reinen Kontrollen hinaus, soll das Team vor Ort schulen und informieren. (a) Es gibt nach eigenen Angaben auch externe Kontrollen durch die Fair Labor Association (FLA), an deren Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit jedoch fachkundige Kampagnen (m) (n) (o) wie auch die Clean Clothes Campaign (CCK) regelmäßig Bedenken äußern. Die CCK bestreitet zudem die Wirksamkeit der Kontrollen, da auch die externen Kontrolleure von Adidas bezahlt werden. Außerdem betont CCK auch, dass die FLA international umstritten sei, da die Sozialstandards sehr niedrig seien (f). Kinderarbeit ist aber auch nach FLA verboten.
Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?
Es gibt mehrere Vorwürfe (f), z.B. dass Fußbälle größtenteils von Kindern im Alter von 5-13 Jahren hergestellt werden (c) (d). Weitere Vorwürfe gibt es in Bezug auf die Gehälter, die sich zwar meist an den gesetzlichen Mindestlöhnen orientieren, die aber viel zu gering seien. Die Arbeiter der Zulieferbetriebe leben deshalb größtenteils in Armut (e). Auf Nachfrage (p) bei der deutschen CCK-Kampagne Saubere Kleidung sind aktuell keine Vorwürfe zu ausbeuterischer Kinderarbeit in der Bekleidungsindustrie gegen adidas-Salomon bekannt, jedoch bleiben Vorwürfe der zu geringen Bezahlung der ArbeiterInnen bestehen. Wenn Arbeitslöhne für ganztägige Arbeit nicht ausreichen um die Familie zu ernähren und auch die Bildung und Ausbildung der Kinder zu ermöglichen, werden oftmals auch die Kinder arbeiten geschickt.
Wie hat das Unternehmen auf die Vorwürfe reagiert?
Adidas hat auf die Vorwürfe, die in dem "Schwarzbuch Markenfirmen" erhoben werden, mit einer ausführlichen Stellungnahme reagiert (g), in der sie auf ihren Verhaltenskodex und die Mitgliedschaft bei der FLA hinweisen. Außerdem betonen sie, dass der von ihnen gezahlte Lohn doppelt so hoch sei wie der staatlich vorgeschriebene Mindestlohn. Als Reaktion auf die Veröffentlichung der Informationen auf dieser Website gibt adidas-Salomon EarthLink gegenüber ebenfalls eine ausführliche Stellungnahme (p) ab und äußert die Ansicht, daß insbesondere die Bewertung (ursprünglich "rot" ) der Reaktion des Unternehmens auf Vorwürfe bzgl. ausbeuterische Kinderarbeit unrichtig sei: "Eine Beendigung des Geschäftsverhältnisses betrachten wir als letztes Mittel, wenn keine anderen Maßnahmen zum Erfolg, d.h. zur Beseitigung der Verstöße geführt haben. Zuvor arbeiten wir partnerschaftlich mit unseren Zulieferern zusammen und versuchen, anhand detaillierter Maßnahmenpläne die Mißstände zu beseitigen. Sollte sich die Geschäftsführung uneinsichtig und nicht bereit zur Durchsetzung der SOE (Standards of Engagement, der Verhaltenskodex der adidas Gruppe) zeigen, ziehen wir mögliche Sanktionen in Betracht. Hierbei kann es sich um die vorübergehende Einstellung oder Reduzierung von Aufträgen der betroffenen Fabrik handeln oder im schlimmsten Falle um eine Auflösung des Herstellerrahmenvertrags." Es fällt uns schwer, diese allgemeine Aussage zu bewerten, da wir keine Kenntnis über die Inhalte der genannten Maßnahmenpläne haben. Interessant wäre zu wissen, ob es konkrete Angebote von adidas-Salomon an die betroffenen Kinder gibt bzw. gab und wie diese aussehen.Da uns aktuelle Vorwürfe in konkretem Bezug auf adidas-Salomon-Produkte aber nicht bekannt sind, halten wir es für angemessen, dieses Kriterium mit "gelb" zu bewerten.
Engagiert sich das Unternehmen herausragend im sozialen Bereich?
Nach Informationen (p) der adidas-Salomon AG hat das Unternehmen ein Projekt im regionalen Umfeld der Fußballindustrie in Sialkot/Pakistan finanziell gefördert, um das Problembewußtsein zu Kinderarbeit zu steigern und den Kindern vor Ort sozialen Schutz sowie eine Ausbildung zu ermöglichen. Dessen Leitung liegt in den Händen der lokalen Nichtregierungsorganisation 'Sudhaar'. Sudhaar hat seine Bemühungen zur Verbesserung der Ausbildungsqualität auf Schulen konzentriert, die in jenen Dörfern angesiedelt sind, wo es eine hohe Konzentration von Familien gibt, die Fußbälle nähen. Bei diesem Ausbildungsprogramm, welches im Februar 1998 in Partnerschaft mit der Nicht-Regierungorganisation 'Save the Children'-England aufgebaut worden ist, handelt es sich um ein fortlaufendes Projekt.Gemäß dem "Ethiktest für Laufschuhe", in dem der im Juni 2003 von der Zeitschrift "Konsument" durchgeführt wurde, hat ADIDAS am besten bzw. "am wenigsten schlecht" abgeschnitten. Das Unternehmen erhielt 12 von 16 Punkten. (h) (i) Adidas hat außerdem bei einigen Projekten vor Ort, z.B. in China "Für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz" mitgewirkt.

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