Was könne wir gegen Kinderarbeit tun???

Monday, July 03, 2006

GOLDABBAU

Goldabbau und Kinderarbeit Gold wird heute meist in großen Minen im Tagebau abgebaut. Das Gestein muss abgesprengt werden. Hochgiftiges Zyanid löst die Goldspuren aus dem Gestein. Beim Goldabbau sind Zerstörung von Landschaften, Umweltverseuchung und Vergiftungen von Menschen nicht die Ausnahme, sondern die Regel.In vielen Andenländern Lateinamerikas ist Kinderarbeit in den Goldminen leider immer noch Gang und Gebe. In Ecuador schuften über 2.000 Kinder in solchen Bergwerken unter schlimmsten Arbeitsbedingungen, um das Edelmetall an die Oberfläche zu schaffen. Schlimmer ist die Lage noch in den Minen des Nachbarlandes Peru: hier sollen über 50.000 Kinder in Goldminen tätig sein. Peru ist der größte Goldexporteur des Kontinents: Die Millionen-Erlöse sichern ca. 30.000 peruanischen Familien ein klägliches Überleben - und wenigen Goldunternehmern großen Reichtum.Die Kinderarbeit in Goldminen ist besonders dramatisch, weil sie oft in nicht mehr industriell betriebenen Minen eingesetzt werden. So verrichten die Kinder Handarbeit in abgelegenen, unzureichend gesicherten Stollen.In Goldminen können Kinder bereits im Alter von sechs Jahren kleine Bruchstücke des Goldes suchen und reinigen, mit zehn Jahren müssen sie größere Gesteinsbrocken schleppen und zerschlagen und nur zwei Jahre später arbeiten sie in den Minen selber und helfen dabei, Explosionen vorzubereiten. Besonders anstrengend und gefährlich ist dabei das Graben in den engen Tunneln.Da diese Minen miserable Arbeitsstandards aufweisen (kaum Technologie, überlange Schichten und besonders niedrige Gehälter) schuften die Kinder ohne jeglichen Einsatz von Maschinen. Die Luft ist stickig, so dass sie kaum atmen können, und der Flüssigkeitsverlust ist in der Hitze enorm. Es kommt zu Verletzungen an den spitzen Werkzeugen und, da die meisten barfuss sind, reißen sie sich immer wieder ihre Füße an den Steinen auf und riskieren von Schlangen oder Skorpionen gebissen zu werden. Doch es kann sogar zu Todesfällen kommen, wenn die Minderjährigen bei Sprengungen unter den einstürzenden Stollen begraben werden.Die meisten Kinder arbeiten trotz der gefährlichen Arbeit ohne Schutzkleidung weil sie sonst das geforderte Arbeitstempo nicht mehr aufrechterhalten könnten und von den anderen verspottet werden. Durch das Einatmen der giftigen Dämpfe kommt es sowohl zu Beeinträchtigungen der Organe als auch zu geistigen Schäden. So wissen sie zwar mehr oder weniger über diese Gefahren Bescheid, doch wie ein 14-jähriger Junge meint: "Wenn man im Bergbau arbeitet, muss man die Risiken hinnehmen." Man geht davon aus, dass die Lebenserwartung eines Kindes, das im Bergbau beschäftigt ist, sich um durchschnittlich 15 Jahre mindert.Hinzu kommt noch das viele Betreiber der Minen die Bezahlung der Arbeiter von der Menge des gefundenen Rohstoffes abhängig macht. Gerade bei Gold kann dies sehr stark variieren, und es kommt auch vor, dass wochenlang nichts gefunden wird.

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