Was könne wir gegen Kinderarbeit tun???

Monday, July 03, 2006


Kinder im Drogenhandel in Rio de Janeiro
In Rio die Janeiro, mit der zweitgrößten Slumsiedlung Lateinamerikas, macht es für Kinder häufig mehr Sinn, mit Drogen zu handeln, als zur Schule zu gehen. Die armen Slumkinder sehen darin die einzige Möglichkeit ausreichend Geld zu verdienen. Seit Jahren werden sie von der Regierung vernachlässigt, sind täglich der Brutalität der Polizei ausgesetzt und werden von der Gesellschaft als minderwertig angesehen.Die Drogenbosse nutzen ganz bewusst das mangelnde Selbstbewusstsein und die kindliche Abenteuerlust der Minderjährigen aus, wenn sie sie für den Drogenhandel anwerben."Für die Mädchen verkörpert der Gangster Attraktivität, Schönheit, Erstrebenswertes, gar ein Lebensideal. Hier oben ist es spannend, geil, ein richtiges, echtes Abenteuer!" beschreibt ein 14-jähriger Jungbandit seine Erfahrung. An die Tatsache, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit seinen achtzehnten Geburtstag nie erleben wird, denkt er wohl gerade nicht.Dabei haben die Kinder Gewalt von zwei Seiten zu befürchten: Von ihrem Boss, wenn sie die festgelegten Quoten nicht erfüllen und von der Polizei, wenn sie erwischt werden.Erschreckend ist, dass das Durchschnittsalter der Kinder, die in den Drogenhandel einsteigen, innerhalb der letzten 10 Jahre von 16 auf 13 gesunken ist. Anfangs wurden sie von den Drogenbossen gerne benutzt, weil sie weniger verdächtig waren und sie nach einem milderen Stafmaß verurteilt wurden. Inzwischen wissen aber erfahrene Polizisten zu berichten, dass die Wahrscheinlichkeit, während einer Schießerei von einem Kind erschossen zu werden, beinahe genauso groß ist, wie von einem Erwachsenen.Die Regierung bemüht sich zwar, ausreichend Schulen für die Minderjährigen aus den Slums einzurichten. Doch ihr Niveau bleibt weit hinter dem der unerschwinglichen Privatschulen zurück, so dass sie später auch keine Aussicht haben, einen Universitätsplatz oder einen gut bezahlten Job zu bekommen. Immer wieder trifft man auf die selbe Meinung: "Warum soll ich jahrelang zur Schule gehen, wenn mir das später weder beruflichen noch finanziellen Nutzen bringt?"

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